Aktuelles

  Logo des dritten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung

 

 

    

 

Am 9. Juni 2021 stellten Bundesgleichstellungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und die Vorsitzende der Sachverständigenkommission Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok (Direktorin des HTMI) den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vor. Der Dritte Gleichstellungsbericht befasst sich mit der Frage, welche Weichenstellungen erforderlich sind, um die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft so zu gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben. Die Sachverständigenkommission hat in ihrem Gutachten für die Digitalisierung relevante Bereiche ausdifferenziert und bearbeitet die Digitalbranche, die digitale Wirtschaft, die digitalisierte Wirtschaft und die Digitalisierung der Gesellschaft. Die Kommission formulierte 101 Handlungsempfehlungen. Die daraufhin ressortübergreifend erstellte Stellungnahme zum Gutachten wurde am 9. Juni 2021 vom Kabinett beschlossen.

Siehe für mehr Infos:

Bundespressekonferenz

Dritter Gleichstellungsbericht

Gutachten „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“

 

 

 

 

 

 

Herzliche Einladung zum Werkstattgespräch am HTMI!

HR 4.0 und Diversity – Zwischen Gleichstellungs- und Diskriminierungspotentialen

Wann? 17. Juni 2021 von 16:00-18:30 Uhr

Siehe für mehr Infos auch Flyer.

Präsentation: Helena MihaljevićHelena Mihaljević

Präsentation: Michael PuntschuhMichael Puntschuh

Die Corona-Pandemie ist die größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg, sagte die deutsche Bundeskanzlerin im März 2020.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich diese Herausforderung auf Frauen und Männer unterschiedlich ausgewirkt hat.

Die nunmehr veröffentlichten Beiträge greifen dieses Thema auf. Sie resultieren aus dem Werkstattgespräch des Instituts zum Thema „Geschlechterpolitik in der Krise. Gleichstellung in Zeiten von Corona“ vom 19.11.2020.

 

Fachzeitschrift "Sozialer Fortschritt"

Jahrgang 70/2021/Heft 5/6, Mai/Juni

Link: https://www.sozialerfortschritt.de/zeitschrift/aktuelles


Die Pandemie als „Entzug der Verwirklichungschancen“
Irem Güney-Frahm (Gasteditorin)


Gleichstellung in der Krise – Eine vergleichende Analyse der Auswirkungen der Corona-Pandemie
auf die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland und Schweden

Marlene Haupt und Viola Lind
Zusammenfassung – Abstract


Geschlechterungleichheiten im Arbeitsleben und subjektiven Wohlbefinden von Erwerbstätigen
während der COVID-19 Pandemie

Mareike Bünning und Lena Hipp
Zusammenfassung – Abstract


Die Situation von Unternehmerinnen und Unternehmern in der Corona-Pandemie
Rosemarie Kay und Friederike Welter
Zusammenfassung – Abstract


Lockdown für die Gleichstellung?! Soziale (Ab-)Sicherung in Zeiten von Corona
Ulrike Spangenberg, Susanne Dern und Dorothee Frings
Zusammenfassung – Abstract


Häusliche Gewalt und Corona-Pandemie in Deutschland. Rechtliche Vorgaben für einen sofortigen Gewaltschutz von Frauen und Kindern im Lichte der Istanbul-Konvention
Jana Hertwig
Zusammenfassung – Abstract

Tag der Vielfalt an der HWR Berlin mit Beteiligung des HTMI

Wann? 19. Mai 2021

Wo? digital

 

Wir geben interessierten Frauen die Möglichkeit, sich über die Berufsperspektive Professorin an einer Hochschule zu informieren. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Berufsweg der Professorin, insbesondere in den Technik- und Naturwissenschaften, vorgestellt. Zu Gast sind drei Professorinnen beider Hochschulen, die über ihren Werdegang berichten, und Ihre Fragen beantworten.

Wann: Dienstag, 20.04.2021 von 16:00 bis 18:30 Uhr

Die Veranstaltung findet auf Zoom statt. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie die entsprechenden Zugangsdaten.

Weitere Informationen und Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Informationen zu Berufungsverfahren und Bewerbungsvoraussetzungen können Sie vorab auf der Website der zentralen Frauenbeauftragten der HWR Berlin und beim Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule nachlesen.

Benachteiligen Technologien? Vorurteile und deren Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Jobsuche

In diesem Jahr beteiligt sich die HWR Berlin wieder am Girls‘ Day. Er findet am 22. April 2021 mit einem digitalen Programm aus Workshops und Vorlesungen aus verschiedenen Fachbereichen statt. Schülerinnen der 7.-10. Klasse erwarten vier parallel stattfindende Vorlesungen und Workshops. 

Mit dabei Katja Dill: Mitglied des HTMI; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Duales Studium Wirtschaft Technik & beschäftigt im Forschungsprojekt: "Auswirkungen intelligenter Technologien auf die betriebliche Auswahl von Auszubildenden" 

Anmeldung und weitere Informationen:
//www.girls-day.de/@/Show/hochschule-fuer-wirtschaft-und-recht-berlin.2/dein-girlsday-an-der-hwr-berlin-benachteiligen-technologien-vorurteile-und-deren-auswirkungen-auf-arbeitsmarkt-und-jobsuche

 

Letzten Mittwoch fand das OECD-Webinar zum Thema „Frauen und Technik – zusammen stark“ statt. 
Eine Aufzeichnung des Impulsvortrags vonAysel Yollu-Tok, Direktorin des Harriet Taylor Mill-Instituts, und der anschließenden Diskussion mit Hannah Bast, Universität Freiburg,Nicola Brandt, OECD,Christian Kastrop, Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz undMonika Queisser, OECD, sowie weitere Informationen finden Sie imBlog des OECD Berlin Centre.

         

 

Zum dritten Mal wird Dr. Jana Hertwig, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin der Schwerpunktbereiche "Recht & Gender" und "Digitalisierung & Geschlecht", den sehr erfolgreichen Kurs "Women’s Rights in International Relations" an der HWR Berlin im Studium Generale anbieten.

Jana Hertwig lehrt und forscht seit über 15 Jahren zu Frauen- und Kinderrechten. Sie ist zum wiederholten Mal Mitglied der deutschen Nichtregierungsdelegation von UN Women Nationales Komittee Deutschland e.V. im Rahmen der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen. Zudem ist sie Berichterstatterin zur UN-Kinderrechtskonvention für die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Die Lehrveranstaltung findet im Onlineformat (Moodle) statt.

 

A. Zielsetzung

Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen sind zentrale Ziele der internationalen Staatengemeinschaft, um die Rechte von Frauen zu gewährleisten. Nationale und internationale Bemühungen in Politik, Recht und Gesellschaft sind dringlicher denn je, weil Frauen fast überall auf der Welt und in nahezu jedem Lebensbereich noch immer benachteiligt und ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden. Auch in Deutschland gibt es weiterhin Handlungsbedarf, um wirkliche Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen zu erreichen. Teilweise wird sogar von einem „dramatischen Rückschritt“ bei der Gleichstellung der Geschlechter gesprochen. Die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Krise trifft Frauen besonders hart, da sie in nahezu allen Gesellschaften zu benachteiligten Gruppen zählen und Krisen – so auch die COVID-19-Krise – alle existierenden Ungleichheiten verstärken. Digitalisierung spielt eine immer größere Rolle in unserem Leben; die frauenpolitische Dimension wird dabei jedoch kaum berücksichtigt.

Der Kurs zielt darauf ab, die politischen und rechtlichen Grundlagen für die Gleichstellung, Teilhabe und den Schutz von Frauen gemeinsam mit den Studierenden zu erarbeiten und ihnen die Rolle der Vereinten Nationen (United Nations) als dem wichtigsten internationalen Akteur bei der Gewährleistung von Frauenrechten zu vermitteln. Zudem sollen einzelne globale Herausforderungen, denen Frauen in Politik, Recht und Gesellschaft gegenüberstehen, näher untersucht werden. Der Einfluss der COVID-19-Krise auf die Rechte und den Schutz von Frauen wird eingehend analysiert. Die digitale Transformation (Digital Transformation) und die Auswirkung auf die Lebensbereiche von Frauen werden kritisch hinterfragt. Parallel zur weltweiten Lage zielt der Kurs auf die spezifische Situation von Frauen in Deutschland ab. Die Studierenden selbst analysieren die Situation von Frauen in ausgewählten Länderbeispielen.

 

B. Lehrinhalte

  • Historische Entwicklung der Frauenbewegung
  • Grundlagen für die Gleichstellung, Teilhabe und den Schutz von Frauen
  • Women’s Rights are Human Rights!
  • Women, Politics, and the United Nations
  • (Digitale) Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)
  • Frauenrechte und Soziale Arbeit
  • Frauenwahlrecht: Parität in deutschen Parlamenten?
  • Frauen in Bildung und Forschung
  • COVID-19-Krise und Frauenrechte
  • Gleichstellung in der Digitalisierung

 

C. Zielgruppe

Studierende aller Fachbereiche

 

D. Voraussetzungen

  • Interesse an Gleichstellungsthemen auf nationaler und internationaler Ebene
  • Evtl. eigenes ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Menschenrechte, Frauenrechte, Politik, Vereinsarbeit
  • Gute Englischkenntnisse

 

E. Lehrmethode

Seminaristischer Unterricht in deutscher Sprache einschließlich Online-Exkursionen (deutsch/englisch) sowie Referate zur Situation von Frauen in verschiedenen Ländern (15 Min. Vortrag und 2 Seiten Handout)

 

F. Eckdaten

  • Zeit: donnerstags ab 16.00 Uhr
  • Start: 22. April 2021
  • 2,67 SWS /ECTS  1 – (2.5 bei Zusatzleistung: Referat und Handout)

Am 15. April 2021 startet zum dritten Mal der sehr erfolgreiche Kurs "Verfassungs- und Europarecht" von Dr. Jana Hertwig, unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Leiterin der Schwerpunktbereiche "Recht & Gender" und "Digitalisierung & Geschlecht".

Die Lehrveranstaltung wird im Onlineformat stattfinden.

Rechtliche Probleme im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter, der Digitalisierung und der Corona-Pandemie werden mitbesprochen.

Themen werden sein:

A. Verfassungsrecht

  • Grundrechte (Hauptteil)
  • Fallarbeit und Analyse von Urteilen
  • Aufbau einer Verfassungsbeschwerde

B. Europarecht

  • Kompetenzen
  • Grundfreiheiten
  • Grundrechte
  • Fokus: Digitalisierung, Gleichstellung der Geschlechter

C. Parallel

  • Juristische Arbeitsweise und Hinweise zur Hausarbeit
  • Fokus: Corona-Pandemie und Recht
  • Extra: Virtuelle Exkursionen

banner

 

 

Gender Summit

 

Gender Equality, Diversity, Inclusion post-Corona: Quo vadis?

 

Munich, 14–16 April 2021, Virtual, Free of Charge

Registration: https://gender-summit.com/gs21-2021-europe/gs21-registration

 

Gender equality, diversity, and inclusion have been identified as essential pre-requisites for excellence in science and scholarship, as well as for the socio-economic development of societies.

Much progress has been made since the publication in 2000 of the ETAN report, which for the first time presented detailed statistical evidence on the underrepresentation of women in science in the EU.

Since then, equal treatment legislation, gender mainstreaming, integration of the gender perspective into relevant policies, as well as specific gender equality intervention measures to advance women, have contributed to the observed improvements in the status and involvement in knowledge endeavours.

Still, gender gaps persist in certain fields and in leadership positions, and gender bias favouring evidence for men is widespread in scientific literature. They manifest more general, historical lack of diversity among researchers, science leaders and decision-makers, and populations selected for study. With the arrival of the COVID-19 pandemic, all the gaps, biases and inequalities have become more sharply expressed. While we are still grappling with understanding the long-term consequences of the pandemic on researchers, their scientific endeavours, and on society, it is already apparent that integrating gender equality, diversity, and inclusion objectives into the science methods and into the mechanisms of international collaboration and interaction, which are fundamental to scientific progress, will enhance scientific excellence, improve quality of research outcomes for all, and ensure societal trust in science knowledge.

The summit will convene international decision makers, policy representatives, funders, scientists and scholars from disciplines and sectors to discuss the current and emerging challenges facing science and society, and develop a more equal, inclusive, and sustainable vision of excellence in science.

The event is open to any interested parties. Advance registration is required.

The Gender Summit is a platform for dialogue where scientists, policymakers, gender scholars and stakeholders in science systems examine new research evidence showing when, why, and how biological differences (sex) and socio-cultural differences (gender) between females and males impact on outcomes. The aim is to reach consensus where improvements to science knowledge and science practice are needed and who should take action.

Link: https://gender-summit.com/

 

Das neue Discussion Paper des Harriet Taylor Mill-Instituts wurde als Beitrag von Studierenden zum Thema "Gender Aspects of Brain Drain: The Case of Turkish Immigrants in Germany" von Gamze Arslan und Mehmet Oğuzhan Okumuş verfasst.

Der steigende Anteil von Frauen an der hochqualifizierten Zuwanderung macht eine genauere Betrachtung der Motivationsunterschiede von Frauen bei ihren Migrationsentscheidungen notwendig. Dieser Beitrag untersucht die geschlechtsspezifischen Aspekte der Migrationsentscheidungen hochqualifizierter türkischer Zuwanderer in Deutschland im Hinblick auf drei Faktoren: Wirtschaftliche Teilhabe und Chancen, soziale Aspekte einschließlich politischem Empowerment und gesundheitlicher Überlebensbereich, in Anlehnung an die Konzeptualisierung des Global Gender Gap Report (2017).

Das Paper können Sie als PDF online lesen. 

Am Harriet Taylor Mill-Institut der HWR Berlin ist ab dem 01. April 2021 eine Stelle als studentische Hilfskraft zu besetzen. Der Stellenumfang beträgt 34h/Monat. Es findet der Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte Anwendung. Hier findet sich die entsprechende Ausschreibung.
 
Die Bewerbungsfrist endet am 22. Februar 2021. Der Link für die Bewerbung findet sich hier.
 
Die online Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe HWR-Forschungsergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Harriet Taylor Mill-Institut statt zum Thema „Arbeitsmarkt und Familie“.
 
In kurzen Inputs werden Forschungsergebnisse präsentiert zu den Themen „Kinderbetreuung und Arbeitsmarkteffekte“ (Prof. Dr. Beate Jochimsen), „Karrierewege von Ingenieur*innen mit nicht-akademischem Familienhintergrund“ (Prof. Dr. Monika Huesmann) sowie „Digitale Transformation des Arbeitsmarktes aus Geschlechterperspektive“ (Prof. Dr. Aysel-Tok).
 
Wann: 11. Februar 2021, 13:00 - 14:30 Uhr
Wo: Online
Bitte bis zum 9.2.2021 per E-Mail anmelden.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich im Flyer oder hier

 

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Aysel Yollu-Tok, Vorsitzende der Sachverständigenkommission,

mit dem Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht

Foto: © BMFSFJ

 

Nach fast 2-jähriger Arbeit hat die Sachverständigenkommission ihr Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vorgelegt. Das Gutachten bildet zusammen mit der Stellungnahme der Bundesregierung, die in den kommenden Monaten erarbeitet wird, den Dritten Gleichstellungsbericht.

Das Gutachten ging folgender Leitfrage nach: „Welche Weichenstellungen sind erforderlich, um die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft so zu gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben?“ Ziel des Gutachtens war es, Handlungsschritte und -empfehlungen zur Leitfrage aufzuzeigen. Diese sollten so formuliert werden, dass sie einen konkreten Umsetzungsprozess und ein Monitoring unterstützen.

Die Sachverständigenkommission hat 101 Handlungsempfehlungen erarbeitet und drei Hauptansätze herausgearbeitet:

  • Geschlechtergerechter Zugang zu relevanten Ressourcen 
  • Geschlechtergerechte Nutzung digitaler Technologie 
  • Geschlechtergerechte Gestaltung des digitalen Transformationsprozesses

Den Vorsitz führte Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Direktorin des HTMI und Professorin für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

"Ob wir mit der Gleistellung der Geschlechter vorankommen oder zurückfallen, hängt von den Rahmenbedingungen und der Gestaltung der digitalen Transformation ab." - so Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok bei der Übergabe des Gutachtens an die Bundesgleichstellungsministerin.

Link: Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht unter dem Titel „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“

HWR-Pressemitteilung: https://www.hwr-berlin.de/meta/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-detail/1939-digitalisierung-erhoeht-chance-auf-geschlechtergerechtigkeit/

 

 

 

 

EN_CSW65_675Wx260Hweb

 

Frauen und die Vereinten Nationen

 

 

 

Zum wiederholten Mal ist das HTMI bei der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen vertreten - sowohl als Mitglied in der Regierungs- als auch der Nichtregierungsdelegation von UN Women Deutschland.

Das HTMI wird präsentiert von Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Direktorin des HTMI, und Dr. Jana Hertwig, Leiterin der Schwerpunktbereiche "Recht und Gender" & "Digitalisierung und Geschlecht" des HTMI.

Die Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women, CSW) der Vereinten Nationen ist eine funktionale Kommission des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC). Sie tagt einmal jährlich für zwei Wochen jeweils im ersten Quartal in New York und ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung von Frauenrechten der Vereinten Nationen.

15 to 26 March 2021

Themes:

Priority Theme: Women's full and effective participation and decision-making in public life, as well as the elimination of violence, for achieving gender equality and the empowerment of all women and girls;

Review Theme: Women's empowerment and the link to sustainable development

HTMI-Veröffentlichungen:

Discussion Paper 36, 12/2018
Weltpolitik ist keine Männersache mehr. Frauen und die Vereinten Nationen
Jana Hertwig und Lisa Heemann (Hrsg.)
PDF

  

Weitere Informationen:

https://www.unwomen.de/un-women-international/die-frauenrechtskommission-der-vereinten-nationen.html

https://www.unwomen.de/informieren/die-frauenrechtskommission-der-vereinten-nationen/die-65-sitzung-der-frauenrechtskommission-der-vereinten-nationen.html

https://www.unwomen.org/en/csw

https://www.unwomen.org/en/csw/csw65-2021

   

HTMI während der Konferenz: https://twitter.com/htmiberlin

Wir empfehlen Ihnen hiermit den SozBlog - Der Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Die Artikel spiegeln die Meinung der jeweiligen Autorinnen und Autoren zu den Themen Care, Entlohnung, Gewerkschaften, Ökonomie, Privatisierung und Tarifautonomie wieder. Der neueste Blogbeitrag von Prof. Dr. Claudia Gather "Der Markt wird’s nicht richten – Löhne in der Care Ökonomie" kann auf der Webseite des Blogs unter folgendem Link gelesen werden.

Ausschuss für die Rechte des Kindes

Jahresberichte von Dr. Jana Hertwig, Leiterin der Schwerpunktbereiche "Recht und Gender" % "Digitalisierung und Geschlecht" am HTMI
 
Letzter Bericht zur 80.-82. Tagung 2019
 
Zeitschrift: Vereinte Nationen Heft 5/2020, Seite 231-232
 
Schwerpunkte:
  • Antworten auf das digitale Zeitalter
  • Kinderrechte in Jugendgerichtsverfahren
  • Mindestalter für die Teilnahme an Stierkämpfen

Die Positionierung der Sachverständigenkommission für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zur geplanten Reform zum Thema "Rechtsanspruch auf Mobiles Arbeiten" wurde veröffentlicht.

Ohne einen gesetzlichen Anspruch hängt die Realisierung von Mobiler Arbeit/Homeoffice in den meisten Betrieben, weil dort tarifliche oder betriebliche Regelungen fehlen, von der Bereitschaft der Arbeitgeber zur Vereinbarung von Homeoffice ab. Aktuell ist eine "wilde", d. h. unregulierte Homeoffice- landschaft zu finden, das aber kann keine Lösung sein. Die Sachverständigenkommission spricht sich für einen Rechtsanspruch auf Mobiles Arbeiten bei entsprechender Flankierung aus. Diese neuen Regelungen sollen auch die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Bereich der Sorgearbeit positiv beeinflussen.

Hier finden Sie das PDF.

Poster-Aktion des BMFSFJ gegen häusliche Gewalt

 

 

In der Corona-Krise sind die meisten Menschen auf die eigenen vier Wände beschränkt. Aber was, wenn das Zuhause nicht sicher ist?

Um betroffenen Personen zu helfen und das Umfeld zu sensibilisieren, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Poster-Aktion „Zuhause nicht sicher?“ gestartet. 

Weitere Informationen: https://staerker-als-gewalt.de/initiative/poster-aktion-haeusliche-gewalt
 
Zudem gilt nach wie vor die telefonische Erstberatung über das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016.
 
 
Frühjahr 2021: wiss. Beitrag von Dr. Jana Hertwig (HTMI) zu "Häusliche Gewalt und Corona-Pandemie in Deutschland. Rechtliche Vorgaben für einen sofortigen Gewaltschutz von Frauen und Kindern im Lichte der Istanbul-Konvention", in: Zeitschrift Sozialer Fortschritt 2021.

Am 5. November 2020 startet der Kurs "Verfassungs- und Europarecht" von Dr. Jana Hertwig, unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Leiterin des Schwerpunktbereiches "Recht & Gender".

Die Lehrveranstaltung wird im Onlineformat stattfinden.

Rechtliche Probleme im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter, der Digitalisierung und der Corona-Pandemie werden mitbesprochen.

Themen werden sein:

A. Verfassungsrecht

  • Grundrechte (Hauptteil)
  • Fallarbeit und Analyse von Urteilen
  • Aufbau einer Verfassungsbeschwerde

B. Europarecht

  • Kompetenzen
  • Grundfreiheiten
  • Grundrechte
  • Fokus: Digitalisierung, Gleichstellung der Geschlechter

C.Parallel

  • Juristische Arbeitsweise und Hinweise zur Hausarbeit
  • Fokus: Corona-Pandemie und Recht
  • Extra: Virtuelle Exkursionen (19.11.2020: Gleichstellung in Zeiten von Corona; 19.1.2021: Grund- und Menschenrechte im Wandel)
  • #4GenderStudies: Virtuelle Teilnahme am bundesweiten Aktionstag zu Geschlechterstudien (18.12.2020)
Wir empfehlen Ihnen das neue Buch "Geschlechterverhältnisse im Kontext von Unternehmen und Gesellschaft", herausgegeben von Dr. Andrea-Hilla Carl, Prof. Dr. Stefanie Kunze, Dr. Yasmin Olteanu, Dr. Özlem Yildiz und Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok.
 
Mehr Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

Die ISBN lautet 978-3-8487-6628-4.
Das Buch ist im Nomos-Shop under diesem Link erhältlich.
 

Das neue von Hanna Völkle verfasste Discussion Paper des Harriet Taylor Mill-Instituts mit dem Titel "Schnittmengen von Sorgearbeit und ökologischer Nachhaltigkeit. Inwieweit kann die Zeit eine gemeinsame Währung sein?" ist jetzt online.

Um Krisen auf mehreren Ebenen zu überwinden, bedarf es transformativer Allianzen, um entsprechende Ideen und Narrative zu entwickeln, die die Schnittpunkte von Pflegearbeit und ökologischer Nachhaltigkeit sichtbar machen. Das Paper analysiert drei Ansätze sowie die verschiedenen Überschneidungen von Pflegearbeit und ökologischen Ressourcen. Es soll herausgearbeitet werden, inwieweit die Zeit als gemeinsame Währung dienen kann. Darüber hinaus werden Gemeinsamkeiten und anhaltende Unterschiede in den analysierten Konzepten aufgezeigt. Damit leistet das Paper einen Beitrag zu einem pluralistischen feministischen Wirtschaftsdiskurs, der in der Lage ist, auf die oben erwähnten transformativen Allianzen zuzugehen.

Sie können das PDF hier (auf Englisch) herunterladen. 

Anastasia Sukhomlinova aus Moskau gründete mit 23 Jahren ein Unternehmen. Als Stipendiatin am Harriet Taylor Mill-Institut analysiert sie Rahmenbedingungen für Gründerinnen in Deutschland.

Im folgenden Interview gibt sie einen Einblick in ihr Forschungsprojekt, ihre Motivation und ihre Pläne für die Zukunft.

Die fzg veröffentlicht den neuen Call for Papers der Ausgabe fzg 27|2021 zum Thema Digitalisierung und Geschlecht

Unter dem Dachbegriff Digitalisierung vereinen sich zahlreiche technologische, politische, soziale, ökonomische, rechtliche und praktische Fragen und Szenarien, die oftmals nahtlos in Dystopien bzw. Utopien aufgehen. Zahlreiche Ebenen von Vergeschlechtlichung lassen an Schnittstellen von Technologien die (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit erkennen: Die geringe Repräsentation von Frauen*, LGBTI sowie ethnischen oder religiösen Minderheiten hat u.a. deren Unsichtbarkeit in diesen Technologien ebenso zur Folge wie eine Verstärkung sozioökonomischer Benachteiligungen. Vertreter*innen des Technofeminismus haben indes bereits in den 1980er Jahren auch auf die emanzipativen Potentiale von Technozukünften hingewiesen – und es ist an der Zeit diese Fragen vor dem Hintergrund aktueller Digitalisierungsdynamiken erneut zu stellen, denn im Zuge der Digitalisierung entstehen völlig neue und noch wenig analytisch aufgearbeitete soziale Räume.

Erwünscht sind Aufsätze, die sich aus empirischertheoretischer und normativer Perspektive mit den hier zusammengefassten sowie im angehängten Call formulierten Fragen beschäftigen.

Weitere inhaltliche Informationen sowie formale Hinweise im vollständigen Call sowie auf unserer Homepage.

Fachartikel (max. 40.000 Zeichen) können bis zum 31. März 2020 bei der fzg (www.fzg.uni-freiburg.de) eingereicht werden. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Bis vor wenigen Monaten wurde kein einziger der 30 deutschen DAX-Konzerne von einer Frau geleitet, fast zwei Drittel der Vorstände börsennotierter Unternehmen bestehen sogar nach wie vor ausschließlich aus Männern. Eine der wenigen Frauen, die es in die Spitzenetage geschafft hat, ist Manuela Rousseau. Seit 20 Jahren gehört sie dem Aufsichtsrat des Beiersdorf-Konzerns an, mittlerweile ist sie dort auch stellvertretende Vorsitzende. In ihrem Buch "Wir brauchen Frauen, die sich trauen" reflektiert sie die inneren und äußeren Fesseln, die Frauen überwinden müssen, wenn sie in Leitungspositionen der deutschen Wirtschaft vordringen wollen. Bei "Viertel nach Zwölf" trifft Manuela Rousseau auf die Wirtschafts- und Organisationswissenschaftlerin Philine Erfurt Sandhu, die 2013 über "Selektionspfade im Topmanagement" promovierte. Sie lehrt u.a. an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht. 
 
Wann: 2. April 2020, 12:15 Uhr - 14:00 Uhr
Wo: Palais Esplanade, Esplanade 14 - 16, 20354 Hamburg
Teilnahmebeitrag: 5 € (die Bezahlung erfolgt vor Ort in bar)

Flyer
Anmeldung erforderlich

Wie kommt Frau eigentlich in einen Aufsichtsrat? Welche Anforderungen und Qualifikationen müssen als Kandidatin erfüllt sein – wie können Sie sich gut in Position bringen? Und was bringt uns das vor vier Jahren in Deutschland verabschiedete Gesetz für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten auf mindestens 30 Prozent? 


Dr. Philine Sandhu gibt Einblicke, warum Gremien dieser Art immer noch so homogen männlich besetzt sind. Sie zeigt, wie Sie für Mandate sichtbar werden können und wie Sie als bereits amtierende Aufsichtsrätin positiv Einfluss auf mehr Vielfalt in Unternehmen nehmen können.

Wann: 12.03.2020, 19:00 - 21:00 Uhr
Wo: VDI Bezirksverein Berlin-Brandenburg, Reinhardstr. 27B, 10117 Berlin

Weitere Informationen hier.

Das ERASMUS+ Projekt "EqualDigiTalent" wurde von vier internationalen Projektpartner*innen aus Liechtenstein, Österreich und Deutschland von September 2016 bis August 2019 in enger Kooperation durchgeführt: Universität Liechtenstein (Projektleitung), Wirtschaftsuniversität Wien, Katholische Sozialakademie Österreichs sowie Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Alle Informationen zum Projekt gibt es hier.

Unser neues Discussion Paper in 2020 von Cara Röhner trägt den Titel "Die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik aus verfassungsrechtlicher Sicht – Paritätsgesetze und eine geschlechtergerechte repräsentative Demokratie".

Online jetzt hier nachlesen. 

logo
      genderKompetenzZentrum
Gleichstellung – nicht-binär und intersektional?!
Diskussionsrunde initiiert von GenderKompetenzZentrum und Gender/Queer e. V.
Mittwoch 22. Januar 2020, 19:30
aquarium, Skalitzer Str. 6, Berlin-Kreuzberg, U-Kottbusser Tor  
mit: Arn Sauer (Umweltbundesamt), Constanze Schwärzer (ZSIMT), Francis Seeck (Antidiskriminierungstrainer*in), Sandra Smykalla (ASH Berlin)
Moderation: Antke Engel und Andrea Lassalle (GenderKompetenzNetz)
Bios der Beitragenden s.u.
Bildung, Beratung, Theorie, Aktivismus. Die Veranstaltung blickt zurück auf 15 Jahre GenderKompetenzZentrum und in die Zukunft von Gleichstellung im Spannungsfeld intersektionaler Debatten, eines diversen Geschlechterbegriffs, rechter Anfeindungen und leerer Kassen.
Gerechtigkeitsforderungen, die umfassende soziale Gleichstellung, Selbstbestimmung und Freiheitsrechte sowie den Abbau von Diskriminierung und Gewalt betreffen, scheinen wichtig wie eh und je. Zugleich steht Gleichstellungspolitik aktuell vor besonderen Herausforderungen. Zum einen häufen sich die Anfechtungen von rechter bzw. antigenderistischer Seite und gefährden nicht zuletzt die Finanzierung. Zum anderen stellt Gleichstellungspolitik, die sich lediglich auf die Hierarchieachse Frauen/Männer bezieht, ein Problem dar. Sie wird weder den intersektionalen Debatten um rassistische, klassistische, ableistische und hetero- und homonormative Diskriminierung noch einem diversen Geschlechterbegriff gerecht, der auch inter*, trans* und nichtbinäre Geschlechtlichkeit berücksichtigt.
Das GenderKompetenzZentrum (GKompZ), 2003 als öffentlich finanzierte universitäre Einrichtung im Rahmen der Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung gegründet, hat sich seit 2010 zu einem Netzwerk freiberuflich arbeitender Expert*innen, Berater*innen, Wissenschaftler*innen entwickelt. Jetzt, 2019, werden wir das GKompZ als Einrichtung des Vereins Gender/Queer e.V. schließen. Warum? Und in welchem historisch-politischen Kontext fällen wir diese Entscheidung?
Neben verschiedenen persönlichen Gründen, prekärer Finanzierung und dem Scheitern an eigenen Ansprüchen spielt inhaltlich eine Rolle, dass uns der begriffliche Fokus auf Gender zu eng erscheint. Wir halten es für politisch wichtig, ein intersektionales Verständnis von Gleichstellung zu stärken. Was hieße es, die damit verbunden und durchaus nicht unumstrittenen queer/feministischen Perspektiven öffentlich zum Ausdruck zu bringen?  
Von Beginn an war das GKompZ darauf ausgerichtet, Gender im dynamischen Zusammenspiel diverser sozialer Unterscheidungen und Machtverhältnisse zu betrachten. Dies präzise zu formulieren und in die Beratungsarbeit einzubringen, war stetige Herausforderung und hat immer wieder zu inhaltlichen Umorientierungen geführt. So veränderte sich die klassische Gleichstellungspolitik durch queere und intersektionale Interventionen hin zu einem umfassenden Begriff von Gleichstellung. 2010 wurde das Konzept der Queerversität, das Diversitätsansätze kritisch weiterdenkt, in die Debatte eingebracht und entsprechende Angebote entwickelt. Auch der Status der Expert*innen im Netzwerk veränderte sich: An die Stelle  verlässlich finanzierter hauptberuflicher Beratung, Bildung und Expertise, die als öffentliche Aufgabe kostenlos bereitgestellt wurde, trat die unabgesicherte Arbeitssituation selbstständiger Expert*innen.
Alle bis heute am Netzwerk Beteiligten haben Gleichstellungsarbeit weiterhin in ihrem Programm. Manche unter anderen Vorzeichen, viele mit einer breiteren Einbettung des Genderkonzepts und sowieso in einer Vielzahl von Kontexten. In den letzten fünf Jahren hat sich niemand ausschließlich (oder auch nur überwiegend) über das GKompZ finanziert. Angesichts dessen erscheint der aktuelle Spagat zwischen theoretischen Herausforderungen und finanzieller Unsicherheit unter dem Vorzeichen politischer Anfechtungen nicht länger eine geeignete Voraussetzung für produktive Arbeit.
Dennoch, und das ist das Anliegen der Veranstaltung:
Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit gilt es kritisch weiterzudenken – insbesondere unter der Perspektive eines diversen und queeren Geschlechterbegriffs sowie komplexen intersektionalen Voraussetzungen. Gerade weil diese Ziele weit davon noch lange nicht in allen gesellschaftlichen Bereichen umgesetzt sind, ist dies ein fortdauernder Prozess. Uneinigkeit und Konflikte um Prioritäten und Ressourcen lassen sich dabei nicht vermeiden, können aber vielleicht als produktiver Impuls verstanden werden. Es ist kaum zu erwarten, dass es simple Antworten gibt, wenn ein breiter Gerechtigkeitsanspruch im Spannungsfeld von Theoriebildung, politischen Meinungsverschiedenheiten sowie praktischen Notwendigkeiten von Umsetzbarkeit und Vermittelbarkeit verfolgt wird.
Hingegen sind die Anfechtungen der Gleichstellungspolitik unter den Stichworten „Gender-Wahn“, „Frühsexualisierung“ etc., die im Rahmen konservativer bis extrem rechter Ideologien Gender als Feindbild aufbauen und angreifen, einem umfassenden Gerechtigkeitsanspruch alles andere als dienlich. Dies betrifft sowohl die Ebene staatlicher Förderung (in Zeiten extrem rechter Präsenz in nahezu allen Parlamenten) als auch die Bedrohung und Anfeindung von in der Gleichstellungs- und Bildungsarbeit engagierten Personen und Institutionen.
Daher ist unter anderem zu fragen:
  • Kann (und sollte) eine als Querschnittsaufgabe gedachte gesellschaftliche Anforderung wie (Bildung und Beratung für) Gleichstellung ohne verlässliche öffentliche Finanzierung (nachhaltig) erfüllt werden?
  • Wie lässt sich eine notwendige Erweiterung dieser Gleichstellungskonzepte in intersektionaler Perspektive mit Beratungs- und Bildungsarbeit verbinden?
  • Wie ist es zu beurteilen, dass einerseits ein Diversity-Audit (Stifterverband) von den Universitäten stark nachgefragt (und mit öffentlichen Geldern finanziert) wird, während die Finanzierung unabhängiger Kultur- und Bildungseinrichtungen zunehmend unsicherer, teils existenzbedrohlich gekürzt, wird.
  • Wie kann intersektionale Gleichstellungspolitik und Bildungsarbeit in Zeiten von „Anti-Gender“ stattfinden und weiterentwickelt werden?
Wir laden für den 22. Januar 2020 ins aquarium ein, um diese Fragen gemeinsam mit ehemals und bis heute im GKompZ Mitarbeitenden und weiteren Expert*innen öffentlich zu diskutieren. Wir geben diese Fragen in Form dieser Erklärung auch an die Politik weiter.
Wir danken allen, die 15 Jahre GenderKompetenzZentrum aufgebaut, betrieben und unterstützt haben! Und laden ein, Farewell zu feiern.
Bios der Beitragenden
Arn Thorben Sauer (Pronomen: er)  gehört zu den wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Gleichstellungsteams des Umweltbundesamts. Er hat zu internationalen Instrumenten gleichstellungspolitischer Folgenabschätzung promoviert, war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung, Research Associate der Concordia Universität Montreal, ist bei TrIQ (TransInterQueer) engagiert und hat im GenderKompetenzZentrum gearbeitet.
Constanze Schwärzer-Dutta (Pronomen: sie) arbeitet als Anti-Bias-Trainerin, Moderatorin und Beraterin für Kund*innen wie Hochschulen, Behörden, Stiftungen, Kammern und NGOs. Zusammen mit ihren Kolleg*innen bei ZSIMT Berlin entwickelt sie den Anti-Bias-Ansatz für verschiedene berufliche Handlungsfelder weiter. Als ausgebildete Politikwissenschaftlerin und als Mutter und Tochter feiert sie außerdem die Vielfalt von Familien- und Lebensformen und kritisiert normative Familienpolitiken und -diskurse. www.zsimt-berlin.de/team/constanze-schwaerzer
Francis Seeck(kein Pronomen) ist Autor*in, Antidiskriminierungstrainer*in und Doktorand*in. Francis schreibt und forscht zu den Themen Klassismus, queere Prekarität, Geschlechtliche Vielfalt und Care und lehrt Gender und Queer Studies an der Alice Salomon Hochschule. Im Rahmen der Doktor*innenarbeit, gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung, forscht Francis ethnographisch zu trans/queerer Prekarität und Care. Francis ist in einer Vielzahl von Netzwerken aktiv, z. B. dem Institut für Klassismusforschung, dem Institut für Queer Theory und war im Vorstand von Gender Queer e.V. www.francisseeck.net
Sandra Smykalla (Pronomen: sie) ist Professor*in an der Alice Salomon Hochschule Berlin und ehemalige Mitarbeiterin des GenderKompetenzZentrums. Sie ist Autorin der Bücher Bildung der Differenz – Weiterbildung und Beratung im Kontext von Gender Mainstreaming (2010), Handbuch für Gleichstellung an den Hochschulen (2013) und, zus. M. Dagmar Vinz, Hrsg. von Intersektionalität zwischen Gender und Diversity – Theorien, Methoden und Politiken der Chancengleichheit (2016, 2011). www.ash-berlin.eu/hochschule/lehrende/professor-innen/prof-dr-sandra-smykalla/   
Antke Engel(Pronomen: xie) ist promovierte Philosophin*, Queer Theoretikerin* und freiberuflich in Wissenschaft, Kulturproduktion und Beratung tätig. Momentan ist xie Gastprofessorin* an der FernUniversität Hagen (zuvor: TU Darmstadt (2018/19), der ASH Berlin, Universität Wien Universität Hamburg). Seit 2006 leitet Antke Engel das „Institut für Queer Theory“ in Berlin (www.queer-institut.de). Von 2010-2019 war sie konzeptionell und als Beraterin* für für das GenderKompetenzZentrum tätig. www.antkeengel.de
Andrea Lassalle(Pronomen: sie) ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und arbeitet seit 2010 als freie Lektorin, Beraterin und Autorin. Sie betreut Buchprojekte mit einem Schwerpunkt auf Gender- und Queer-Studies für Verlage und Autor*innen und lektoriert Publikationen für Verbände, Institutionen und Initiativen. Im Rahmen des GKompZ war sie als Beraterin tätig und bietet Schulungen zu gleichstellungssensibler Sprache an. Vgl. auch ihren Artikel zu feministischer Sprachkritikauf der Website des DDF. Sie engagiert sich auch für urbanes Gärtnern und nachhaltige Landwirtschaft. www.andrealassalle.de
***
Wer diesen Newsletter abbestellen möchte, bitte email an // If you do not wish to receive this newsletter any longer, please unsubscribe at: 
mail (at) gender-queer.de

Wann: 29. + 31. Januar 2020

Wo: TU Hauptgebäude

Alle weiteren Informationen und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

HTMI-Reihe: Gender Discussion - Neues aus Politik und Rechtsprechung zu Gleichstellungsfragen

29. Januar 2020 | 12.30 – 13.30 Uhr

HWR-Campus Schöneberg | Haus B 5.44

Anmeldung erwünscht zwecks Planung!

 

Mittagsgespräch mit Dr. Judith Enders, Mitglied der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ der Bundesregierung

Thema: "30 Jahre Mauerfall: Frauen der „Dritten Generation Ost“ und ihr Beitrag zur Zukunftsgestaltung Deutschlands"

 

1989/90 war eine Zeit voller Veränderungen und Verunsicherungen, von denen die Frauen der „Dritten Generation Ost“, also die in den Jahren 1975 bis 1985
in der DDR geborenen Mädchen, in großem Maße betroffen waren. Das Land ihrer Kindheit hatte sich von heute auf morgen aufgelöst und Vorbilder und
Orientierungspunkte wie Schule, Elternhaus und das ostdeutsche Rollenbild ihrer Mütter und Großmütter waren ins Wanken geraten. Alles dies passierte in der
wichtigen Phase ihrer weiblichen Identitätsbildung.

Was zeichnet die Frauen dieser Generation aus, die so viele Umbrüche in der wichtigen Phase der Adoleszenz erlebten und genau in dieser Lebensphase mit unterschiedlichen Geschlechterbildern und Rollenerwartungen konfrontiert wurden? Was hat diese Generation Frauen aus dieser Zeit mitgenommen? Was kann sie zur Zukunftsgestaltung beitragen? Darüber möchten wir mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Judith Enders ins Gespräch kommen und einen Dialog anstoßen.

Dr. Judith Enders, geb. 1976 in Altenburg, gehört der Dritten Generation Ost an. Sie ist Diplompolitologin und promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Sie ist Mitbegründerin der Initiative „Dritte Generation Ostdeutschland“ und des daraus hervorgegangenen Vereins „Perspektive hoch 3 e.V.“ (https://perspektive-hoch-drei.de/), in dem sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert. Die Bundesregierung hat sie im April 2019 als Mitglied der 22-köpfigen Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ berufen. Dr. Judith Enders forscht seit mehreren Jahren zur „Dritten Generation Ost“ und hat dazu umfassend publiziert (u.a. Gespräch mit den Eltern, Feministische Mutterbilder, Wertorientierung von Frauen, „Wer wir sind. Was wir wollen“).

Poster

Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS-Frankfurt a.M.) ist eines der führenden Praxisberatungs- und Praxisforschungsinstitute in Deutschland (www.iss-ffm.de) und verantwortet die Geschäftsstelle für den Dritten Gleichstellungsbericht beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Stellenausschreibung

Der Fokus dieses Papers wird sich auf die Situation von Frauen und Gender Gleichstellung in der Europäischen Politik mit dem Schwerpunkt auf der positiven Entwicklung zu diesem Thema liegen.  

Bitte reichen Sie einen ein bis zwei seitigen Abstrakt bis zum 19. Januar 2020 ein. 

Weitere Informationen finden Sie unter.

Das neue Discussion Paper zum Thema "Auswirkungen der Digitalisierung auf Geschlechterungleichheiten. Eine empirische Untersuchung auf der Branchenebene" von Clemens Ohlert und Pauline Boos, können Sie nun unter folgendem Link lesen.

image002
 
am 18. Dezember 2019 findet zum dritten Mal der Wissenschaftstag #4genderstudies statt. Er ist insbesondere online, aber auch offline als Aktionstag rund um die gender studies angelegt. Online bedeutet, unterschiedliche Forschungsinstitutionen machen ihre aktuellen Vorhaben und Aktivitäten intensiv öffentlich, vor allem über twitter. Offlinebedeutet, Hochschulen und andere Einrichtungen organisieren ebenfalls gut sichtbare Veranstaltungen oder kleinere Ereignisse, bei denen gender studies thematisiert werden. Ergebnisse der offline Aktivtäten können später auch online über twitter o.ä. gepostet werden. Der Wissenschaftstag soll u.a. dazu dienen, die Wahrnehmung für das große Forschungsfeld der gender studies zu schärfen.
 
Das HTMI ruft alle Institutsmitglieder und alle anderen interessierten Hochschulangehörigen auf, den Wissenschaftstag #4GenderStudies dazu zu nutzen, in einzelnen unterschiedlichen Lehrveranstaltungen fachbezogene geschlechter-relevante Themen mit den Studierenden zu diskutieren. 
 
Alle sind herzlich eingeladen Alle sind herzlich eingeladen, am Wissenschaftstag teilzunehmen – vor allem indem sie das Thema in der Lehre aufnehmen, aber auch indem sie wichtige Ergebnisse ihrer Veranstaltung über den twitter-Account des HTMI posten lassen.
Dazu bitte die Ergebnisse mit einem prägnanten Statement und ggf auch Foto über Mail bis einschließlich den 18. Dezember an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Wir übernehmen dann alles weitere. Toll, wenn viele mitmachen - deswegen: Bitte unbedingt weitersagen und verbreiten!

Das neue Discussion Paper zum Thema "Mit Strategie zur Gleichberechtigung? Verhandlungsführung selbstständiger Frauen als Mittel zur Reduzierung des Gender Income Gap" von Denise Bode, können Sie nun unter folgendem Link lesen.

Infotische zur Prävention gegen K.O.-Tropfen und allgemeine Informationen zum Schutz vor sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

25.11.2019, 12:00-14:00 Uhr, an beiden HWR-Standorten:

Campus Schöneberg, Haus B, Mensa 5. Etage, Badensche Straße 50-51, 10825 Berlin

Campus Lichtenberg, Mensa Haus 1, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

Mit Infotischen informiert die Zentrale Frauenbeauftragte der HWR Berlin vorrangig Studierende zum Thema Prävention gegen K.O.-Tropfen sowie allgemein zum Schutz vor sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt an der HWR Berlin im Bereich der Mensen an beiden Hochschulstandorten (Campus Schöneberg und Campus Lichtenberg).

Dr. Jana Jana Hertwig, wiss. Mitarbeiterin und Leiterin des Schwerpunktbereiches "Recht & Gender" am HTMI sowie Lehrbeauftragte zu Frauenrechten an der HWR Berlin, wird die Zentrale Frauenbeauftragte an den Infotischen unterstützen.

Weitere Veranstaltungen und Aktivitäten in Berlin: https://www.berlin.de/sen/frauen/oeffentlichkeit/kampagnen/int-tag-gegen-gewalt/artikel.855885.php

 

https://www.unwomen.org/-/media/headquarters/attachments/sections/csw/64/csw64%20web%20banners_675x125px_en.png?h=125&w=675&la=en&vs=4821&hash=192EC37559488A2000551D9E679BA2C068FE8E13

Dr. Jana Hertwig, wiss. Mitarbeiterin und Leiterin des Schwerpunktbereiches "Recht & Gender" am HTMI sowie Lehrbeauftragte zu Frauenrechten an der HWR Berlin wurde zum wiederholten Mal in die deutsche Nichtregierungsdelegation von UN Women Nationales Komittee Deutschland e.V. aufgenommen. Sie wird als Wissenschaftliches Mitglied der Delegation an der 64. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (CSW64/2020) im März 2020 in New York teilnehmen. Dieses Mal geht es um den Stand der Umsetzung der Pekinger Erklärung und der Aktionsplattform.

Weitere Informationen:

https://www.unwomen.de/un-women-international/die-frauenrechtskommission-der-vereinten-nationen/die-64-sitzung-der-frauenrechtskommission-der-vereinten-nationen.html

https://www.unwomen.org/en/csw/csw64-2020

Dr. Jana Hertwig, wiss. Mitarbeiterin und Leiterin des Schwerpunktbereiches "Recht & Gender", wurde einstimmig zur Vorsitzenden des Zentralen Frauenrates an der HWR Berlin gewählt.

Der Frauenrat ist ein gewähltes Gremium, das die gleichstellungspolitische Arbeit der Frauenbeauftragten unterstützt und sie berät. Er stellt auch das Wahlgremium für die zentrale Frauenbeauftragte dar, deren Amtszeit vier Jahre beträgt. Der Rat besteht aus zwölf Mitgliedern aller Statusgruppen der Hochschule: drei Professorinnen, drei akademische Mitarbeiterinnen (Lehrbeauftragte), drei Studentinnen und drei sonstigen Mitarbeiterinnen (aus Verwaltung und Technik).

Dr. Jana Hertwig, wiss. Mitarbeiterin, Leiterin des Schwerpunktbereiches "Recht & Gender" und Lehrbeauftragte an der HWR Berlin, nahm mit den Studierenden ihres Kurses "Frauenrechte" an der Dialog- und Jubiläumsveranstaltung teil.

 Bürgerdialog

Vierte Bürgerwerkstatt Außenpolitik des Auswärtigen Amts

09.12.2019 — Dr. Jana Hertwig

 

aa     

Fotos: Auswärtiges Amt / Jana Hertwig (Privat)

Am 6. Dezember 2019 moderierte die Juristin Dr. Jana Hertwig vom Harriet Taylor Mill-Institut der HWR Berlin den Tisch „Frauen, Frieden und Sicherheit – die Rolle von Frauen in Friedensprozessen“.

Einen Tag lang diskutierten 100 Bürgerinnen und Bürger aus allen Regionen Deutschlands mit Diplomatinnen und Diplomaten über die größten Herausforderungen auf dem Spielfeld der internationalen Politik, auf die die Außenpolitik reagieren muss. Im Fokus standen aktuelle Krisenherde und Nebenschauplätze, die Rolle von Frauen in Friedensprozessen, der Klimawandel, Cybersicherheit und Abrüstung. Am Ende des Tages überreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Beauftragten für Multilateralismus fünf konkrete Maßnahmen für einen effektiven Beitrag Deutschlands zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in allen Phasen von Friedensprozessen.

Erfahren, wie außenpolitische Entscheidungen getroffen werden

Durch den Dialog soll Außenpolitik greifbarer gemacht werden. Die Teilnehmenden werden in politische Debatten eingebunden und können so einen Eindruck davon gewinnen, wie außenpolitische Entscheidungen gefällt werden. In Gruppen setzten sich die Teilnehmenden mit fünf verschiedenen Themen auseinander und erarbeiteten 5-Punkte-Pläne zu konkreten Fragestellungen. Dabei wurden sie von Diplomatinnen und Diplomaten aus den jeweiligen Fachabteilungen des Auswärtigen Amts begleitet.

  https://www.hwr-berlin.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_20191206_HTMI_buergerwerkstatt_144203_jana_hertwig_958d9a8831.jpg

Diskussion am Thementisch „Frauen, Frieden und Sicherheit“; Gruppenbild. Foto: Jana Hertwig

Die Rolle von Frauen in Friedensprozessen

Dr. Jana Hertwig vom Harriet Taylor Mill-Institut der HWR Berlin und Alumni der Stiftung Mercator, die das Format der Bürgerwerkstatt mitentwickelt hat, moderierte den Tisch „Frauen, Frieden und Sicherheit – die Rolle von Frauen in Friedensprozessen“.  Wie kann Deutschland noch effektiver dazu beitragen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt auf allen Ebenen und in allen Phasen von Friedensprozessen teilhaben? Zu dieser Fragestellung erarbeiteten die Teilnehmenden fünf konkrete Maßnahmen:

  1. Verbindliche Geschlechterquote von 50 Prozent einführen
  2. Jemen: Unterstützung von Dialogplattformen mit starker Frauenbeteiligung
  3. Vorbildfunktion Deutschlands: in Friedensprozesse mit deutscher Beteiligung stets auch Frauen einbeziehen, insbesondere bei der anstehenden Libyen-Konferenz in Berlin, sowie Bekenntnis zu einer feministischen Außenpolitik
  4. Bewusstseinsschaffung und Sensibilisierung von Männern und Frauen, unter anderem durch 1:1-Dialoge und Unterstützung von Graswurzelbewegungen
  5. Bildung und sexuelle Aufklärung verstärken

Die Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen und Friedensbemühungen ist entscheidend für einen nachhaltigen Frieden. Trotz dieser Erkenntnis ist die offizielle Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen oft nur symbolisch. In den vergangenen Jahren ist sie sogar weniger geworden. Die Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung und in Konflikten ist ein zentrales Thema der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Ziel ist es, Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen als zentrale Bestandteile von Außen- und Sicherheitspolitik zu verankern.

Der Designer Benjamin Felis hielt die wichtigsten Punkte der vierten Bürgerwerkstatt als Graphic Recording fest.

Der Designer Benjamin Felis hielt die wichtigsten Punkte der vierten Bürgerwerkstatt als Graphic Recording fest. Foto: Jana Hertwig

Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen 

Deutschland bekennt sich zur Agenda der Vereinten Nationen „Frauen, Frieden und Sicherheit“, die im Jahr 2000 mit der Resolution 1325 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und mit neun darauffolgenden Beschlüssen des Sicherheitsrats konkretisiert wurde. Grundlage der Agenda ist die Erkenntnis, dass Friedensprozesse, die alle Teile der Bevölkerung umfassen, erfolgreicher sind.

Gleichzeitig müssen Frauen uneingeschränkt das Recht haben, in Prozessen, die ihre Zukunft betreffen, mitzusprechen. Die Agenda fordert die vollständige Beteiligung von Frauen in Krisenprävention, Friedensprozessen und Konfliktnachsorge, sowie den Schutz von Frauen, Männern und Kindern vor sexualisierter Gewalt in Konflikten.

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Wir laden Sie dazu ein an unserem Call for Papers der "Zeitschrift für Feministische Politikwissenschaft" teilzunehmen. Der Arbeitstitel dieses Papers ist "Feministische Perspektiven auf reproduktive Rechte und Politiken der Reproduktion".

Abgabetermin: anonymisierte Beiträge im Umfang von 35.000 bis max. 40.000 Zeichen bis zum 15. März 2020.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. ist auf der Suche nach einer neuen Verwaltungsleiterin. 

Genauere Informationen über die Position findet ihr in der Stellenausschreibung.



 
 
An der HWR gibt es hin und wieder den Vorwurf, Lehrende würden nicht „ideologiefrei“ unterrichten. Doch was ist eine Ideologie eigentlich und wie sähe eine „ideologiefreie“ Lehre aus? Das erläutert zunächst ein Referent aus der politischen Bildung. Wie gesellschaftlich umstrittene Themen in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre vermittelt werden können, wird anschließend eine Referentin aus der VWL skizzieren. Auf dieser Grundlage möchten wir dann gerne gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden weiterdiskutieren. 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Reformfraktion und dem Sozial-Ökologischen Bündnis der HWR.
 
Vorträge: Dr. Dominique Miething, (Politische Bildung, FU Berlin) und Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok (Volkswirtschaftslehre, HWR Berlin)
Moderation: Sarah Godar (IPE, HWR Berlin)
 
Wann: 22. November 2019, 16:00-18:00 Uhr
Wo: HWR Berlin, Haus B, Raum B 3.01
 
Im Anschluss daran (18:00h, B 4.01) findet zudem eine weitere interessante Veranstaltung des IPE gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg Stiftung statt zum Thema „Labour struggles in the Chinese and global automotive industry”, mit Prof. Lu Zhang PhD,  College of Liberal Arts, Temple University Philadelphia
Informationen unter.

Die Theaterperformance "Between worlds. Global Tales of Outsourcing Dementia Care" thematisiert die Verlagerung der Pflege von demenzerkrankten, älteren Menschen aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und den USA nach Chiang Mai, Thailand. Die Performance erzählt in einer Mischung aus Film, Theater und Journalismus von den unterschiedlichen Erfahrungen und Gefühlen, die Angehörige, Menschen mit Demenz und Pflegende beschäftigen, die in Chaing Mai leben.

Wann: 07. und 08.11.2019, 20:00 Uhr und am 09.11.2o19, 17:00 Uhr 

Wo: Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437

Im Anschluss an die Performance möchten wir mit Ihnen über die Verlagerung von Pflege ins Ausland und die Pflegesituation hier vor Ort
ins Gespräch kommen.

Einladung

Für pflegende Angehörige von demenzerkrankten Älteren sowie Seniorinnen und Senioren gibt es ein kleines Kontingent an Freikarten.
Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie sich für eine Freikarte anmelden. Bitte geben Sie dafür Ihren vollen Namen und das
Datum an, an dem Sie die Vorstellung besuchen möchten.

30 Jahre institutionalisierte Frauen- und Geschlechterforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Bedeutung der Frauen- und Geschlechterfrage sowohl in den Umbruchsprozessen der DDR als auch im Prozess der politischen Transformation nach 1989  analysieren. - Ist doch die Ordnung der Geschlechter ein zentrales Handlungsfeld, wenn Gesellschaften einschneidende Veränderungen durchlaufen.

Inwieweit prägen geschlechtertypische Erfahrungen und feministische Visionen vor und nach der „Friedlichen Revolution 1989“ das heutige Handeln von Frauen und Männern? Welchen Einfluss haben soziale Konstruktionen und Zuschreibungen auf das kollektive (Geschlechter-)Gedächtnis und wie beeinflusst das die aktive Gestaltung von Lebensverhältnissen? etc.

Die Tagung bietet einen Rahmen, über Brüche, Verlust und Wiederaneignung von feministischen Visionen zu diskutieren.
Die Tagung feiert 30 Jahre institutionalisierte Frauen- und Geschlechterforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin: Am 8. Dezember 1989 wurde das Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung (ZiF) gegründet.

Wann: 29. bis 30. November 2019

Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Senatssaal und Raum 2070 a

Anmeldung bis zum 11. November 2019.

Programm und Flyer

Abstracts

 

 

Die 17. efas-Fachtagung steht dieses Jahr unter dem Titel „Gestalten oder gestaltet werden? Perspektiven feministischer Ökonomie auf Digitalisierung“.

 

Wir werden uns unter anderem damit beschäftigen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Beschäftigungssituation von Frauen in verschiedenen Sektoren hat, was Digitalisierungsprozesse für die Pflege bedeuten, welche Diskriminierungspotentiale durch Künstliche Intelligenz 
entstehen, welche neuen Fragestellungen sich aus der Plattformökonomie ergeben und vieles mehr. Dabei wollen wir uns auch der Frage annähern, wie Prozesse der Digitalisierung feministisch gestaltet werden können.

Außerdem werden wie in jedem Jahr der efas-Nachwuchsförderpreis verliehen und im Rahmen des Forschungsforums aktuelle Forschungsprojekte 
diskutiert.

Im Anschluss wollen wir gemeinsam in einem Restaurant zu Abend essen (auf eigene Kosten) und uns weiter austauschen.

 

Wann: 6. Dezember

Wo: HTW Berlin (Campus Wilhelminenhof) 

 

Anmeldung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Bitte angeben, ob Sie am Abendessen teilnehmen möchten und ob Sie eine Kinderbetreuung während der Tagung benötigen (mit Angabe des Alters der Kinder)


Programm